20. Mai 2022

Kurzimpuls Aufgabe im Praktikum

Liebt nicht diese Welt und hängt euer Herz nicht an irgendetwas, das zu dieser Welt gehört. Denn wer die Welt liebt, kann nicht zugleich Gott, den Vater, lieben.

Die Liebe zur Welt begann schon ganz früh, im Garten Eden und hält bis heute an. Es heißt: “Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß und sie gab auch ihrem Mann bei ihr und er ass.” Aus welchem Grund, sei die Frucht “gut zur Speise”? Gott hatte sie gewarnt, sie würden sterben, wenn sie von der Frucht äßen. Aber Eva glaubte der Lüge der Schlange und Adam folgte ihr willig. Jeder kann nur einen Lieben und wenn man selbst Gott nicht liebt, sondern die Welt liebt so ist die Liebe zu Gott unmöglich. Man kann nicht beide gleichzeitig lieben.

Oft ist unser Gebet voller Anliegen: wir bringen Konflikte und Probleme vor Gott und bitten ihn um Hilfe und Wegweisung. Unsere Gebete drehen sich um Arbeit, Ehe, Kinder, Gemeinde, Freunde, Menschen in Not, … Das alles sind gute, wichtige Gebete.
Aber manchmal möchte Gott einfach nur uns. Unser Herz. Unser Sein. Wir dürfen und sollen vor ihm und in ihm zur Ruhe kommen. Alle Wünsche, Sehnsüchte und Sorgen werden bei dieser Art des Betens langsam still … und es zählt nur noch Gottes liebevoller Blick und seine stärkende Anwesenheit. Nur in solchem Stillwerden erfahren wir, dass Gott uns annimmt, wie wir sind. Erst, wenn wir uns auf diese stille Weise von Gott lieben lassen, versteht unser Herz, dass unsere Sünden, unsere Doppelmoral und unsere Zerbrochenheiten keine Überraschung oder Bedrohung für Gott darstellen. Gott umfängt uns mit Güte und Freude. Sein Blick ist voller Wärme und Liebe.

  • kloster-zeit.de/

In meinem Praktikum habe ich die Aufgabe bekommen einen Kurzimpuls zu schreiben. Ich fand den Satz den ich bekommen habe sehr schwer, weshalb ich Schwierigkeiten dabei hatte. Für mich war die grobe Übersetzung des Satzes, dass man keine andere Person so sehr lieben darf, dass man alles tun würde für diese Person, weil ansonsten die Liebe zu Gott nicht mehr so groß ist.